Der Partisan und der SS-Mann – Zwei deutsch-italienische Biographien im 20. Jahrhundert
Lesung & Diskussion
Sa 14.11. / 19 Uhr
In einem anderen Leben hätten Sie Freunde sein können, die beiden Deutschen, die Kunst und Kultur Italiens liebten, fließend Italienisch sprachen und einen Teil ihres Lebens in Italien verbrachten. Doch Eugen Dollmann und Heinz Riedt lebten in Italien im Zweiten Weltkrieg, während der deutschen Besatzung. Und sie standen auf verschiedenen Seiten. Der Historiker Dollmann wurde einer der höchsten SS-Offiziere im besetzten Italien, der Student Riedt Partisan, Spion für die antifaschistische Widerstandsbewegung. Die Biographien der beiden Protagonisten sind dabei der rote Faden für eine Reise durch die deutsch-italienische Geschichte des vorigen Jahrhunderts und für eine in Deutschland weitgehend unbekannte Episode: die Geschichte der Deutschen, die auf Seiten der Partisanen, der Resistenza, für die Befreiung Italiens vom „Nazifascismo“ kämpften. Eine Spurensuche, die den Autor in Archive, zu spannenden Personen und interessanten Orten führte.
Andreas Wassermann, 1962 geboren in Memmingen und aufgewachsen in Ulm, studierte sieben Semester Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaften in Hamburg, ab 1988 Volontariat bei der selbstverwalteten Wochenzeitung Hamburger Rundschau. 1990 ging er nach Dresden als Reporter der Dresdner Morgenpost und Korrespondent für die Leipziger Volkszeitung. 26 Jahre lang war er in Dresden, Frankfurt und Berlin Redakteur beim Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Diverse investigative Recherchen führten ihn auch wiederholt nach Italien. Wassermann wurde 2017 mit dem Deutschen Reporterpreis ausgezeichnet. Er lebt heute als Buchautor und Journalist in Dresden.
Eintritt 7 Euro